INDLU AFRICA - und so fing Alles an:

- Hier die lange Story -

Aus meiner Sicht in der "Ich" Version geschrieben. Vieles trifft auf "Uns" zu !

( bin noch am Überarbeiten der Seite )

Es ist endlich soweit …. Am 25.10.2008 fliege ich das erste Mal in meinem Leben nach Afrika, genauer gesagt nach Südafrika und ich wußte schon vorher das wird ein trauriger Abschied wenn es zurückgeht und Schuld daran ist Gerald, mein lieber Ehemann !

 

Er war früher (lange vor unserer Zeit) einmal in Kenia und schwärmte mir immer davon vor. Nach endlich knapp 8 Jahren ging es dann tatsächlich zusammen nach Afrika. Ich hatte uns eine Rundreise von Kapstadt durch Namibia, Botswana bis nach Simbabwe im rustikalen Truck ausgesucht. Es kam wie es kommen musste, ich war sofort von der ersten Sekunde an verschossen in diesen Kontinenten und traurig als es wieder zurück nach Deutschland ging. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Wer einmal dort war, kann mich verstehen.

 

Es dauerte Wochen, bis ich hier in Deutschland wieder klargekommen bin und das ging mir nach mittlerweile 9 Reisen ( zuletzt in 2019 ) immer noch so. Es sind die Menschen dort, die Natur, die Flora und Fauna, die unendliche Weite, die Unkompliziertheit, die Zufriedenheit und Herzlichkeit der Menschen, die Lässigkeit und Wärme … ich liebe Wärme (es kann aber auch furchtbar kalt sein in Südafrika), das unglaublich gute Essen egal wo ! Die unterschiedlichen Kulturen, die immer gutgelaunten Tankwarte die mir hier so fehlen … In Südafrika tankt man nicht selbst.  

 

Alles zusammen einfach unbeschreiblich !

Wie aber kam es zu der Idee mit INDLU AFRICA ?

Knapp zwei Jahre später kurz nach der Fußball - WM im Jahr 2010 flogen wir zum 2. Mal nach Südafrika und da kam schon der Wunsch in mir auf, dort nicht nur Urlaub zu machen sondern es sollte etwas sein, was mich auch hier in Deutschland mit ( Süd ) Afrika verbindet. Ich arbeitete damals in Vollzeit in einem Lübecker Logistikunternehmen und es gab keine Chance, nebenbei etwas aufzubauen. Die Idee mit den Produkten kam erst später nachdem wir auf den folgenden Reisen nicht nur touristische Orte besuchten sondern intensiv und länger in verschiedenen Gegenden geblieben sind und kleine süße Läden und Boutiquen mit „Made in South Africa“ Produkten entdeckt haben. Dazu gehörten auch die beiden Webereien MUNGO und Barrydale Hand Weavers. Schöne, moderne Dinge zum täglichen Gebrauch und von besonders guter Qualität und nicht nur Deko haben wir für uns über die Jahre mitgebracht und waren Zuhause davon begeistert. Als ich dann im Jahr 2014 krank wurde, habe ich sehr viel Zeit zum Nachdenken gehabt und mir wurde klar, so kann es nicht weitergehen denn ich war seit Jahren unzufrieden.

Per Hand und mit Liebe gemacht

Ich fing an, Kontakte zu knüpfen und dann wurde es konkreter. Nach über einem Jahr Krankheit zurück an meinem alten Arbeitsplatz in Teilzeit habe ich ein Nebengewerbe angemeldet da es wieder nach Südafrika gehen sollte und ich wollte schon einige Produkte offiziell importieren. Ich habe mich intensiv mit den Zollbestimmungen auseinandergesetzt und mit dem Textilkennzeichnungsgesetz.

 

Da qualmte mir der Kopf und ich wollte schon aufgeben. Aber Cynthia, die gerade 1 Jahr vorher ihr kleines Business Lichen & Leaf in Kapstadt gegründet hat und damals in reiner Handarbeit Baumwollstoffe bedruckte um daraus Taschen, Kissenhüllen und Geschirrtücher zu nähen, kam auf die Idee, Etiketten mit der deutschen Bezeichnung „Baumwolle“ drucken zu lassen und einzunähen.

(allerdings für alle anderen Textilien nähe ich seit 2016 per Hand in jedes Stück ein Etikett ein, das macht Freude ;-) )

Ich war gerettet und so importiere ich das erste Mal offiziell mit meiner frisch vom Zoll erhaltenen EORI-Nummer und etwas erspartem Geld Cynthia´ s wunderbare Handarbeiten, handgemachten Silberschmuck von einer Schmuckdesignerin sowie die Candle Shades von Sharon B., einer Künstlerin aus Kapstadt.

Nun hatte ich einen kleinen „Haufen“ Ware Zuhause in unserem Wohnzimmer liegen und war so stolz. Aber mir fehlte noch eine Plattform zum Verkaufen. Mein Plan war, einen Onlineshop nebenbei aufzubauen. Aber dann kam Alles anders. Ich konnte durch einen für mich glücklichen Umstand endlich meinen Job nach über 18 Jahren aufgeben. Dieser Prozess dauerte aber auch noch ein halbes Jahr und inzwischen hatte ich schon viel mehr Ware aus Südafrika bekommen.

Es musste ein Name und ein Logo für mein kleines Einzelunternehmen her. Ursprünglich wollte ich es „Protea & Dragonfly“ nennen und ein Logo von einer kapstädter Grafikdesignerin entwerfen lassen. Da aber Alles korrekt sein sollte, fragte ich einen Patentanwalt um den Namen schützen zu lassen. Er meinte, für „Protea & Dragonfly“ wäre die Recherche zu kostenintensiv und ich sollte doch einen geographischen Namen wählen. Ich habe damals aus Unwissenheit sehr viel Lehrgeld bezahlt und wusste nicht, dass ich hätte selbst recherchieren und die Marke anmelden können. Also nahm ich AFRICA aber das reichte mir nicht. Ich suchte nach einem toll klingenden Wort aus der Sprache der Xhosa da ich diese mit ihren Klicklauten so gerne höre und somit kam ich auf INDLU, was Haus bedeutet ( auch in der Sprache der Zulu ). Die Patentanmeldung ging durch also hatte ich nun einen Namen. Es musste eine Domäne und Webseite her und da ich finanziell keinen weiteren Spielraum hatte, kam für mich nur das „Selbstmachen“ in Frage.

Coole Design-Produkte aus Südafrika

Im Dezember 2016 dann endlich der allererste Verkauf beim „Holy Shit Shopping“ in den Messehallen in Hamburg. Coole Design-Produkte aus Südafrika - das kam dort gut an ! Wir waren positiv überrascht.

Einige Monate später traute ich mich dann in die komplette Selbständigkeit auf volles Risiko. Es kamen weitere Produkte dazu. Verkäufe auf verschiedenen Lifestyle-Messen aber das war schwer. Die Begeisterung für die schönen Dinge gab es überall. Dass sie aus Afrika kommen, konnten Viele nicht glauben denn bei den Leuten, die noch nie im südlichen Afrika waren, steckt ein ganz falsches Bild in den Köpfen. Südafrika ist super modern und in Verbindung mit Tradition entstehen hochwertige und langlebige Alltagsprodukte im modernen Design !

Ende 2019 dann haben Gerald und ich uns dazu entschieden, nicht mehr auf Messen und Märkten zu verkaufen denn es blieb einfach Nichts übrig. Für die teilweise sehr hohen Standgebühren, Nebenkosten, Fahrtkosten und ganz zu schweigen von unseren stunden- und manchmal tagelangen Standaufbau für nur 1 Wochenende Verkauf kamen so viele Kosten zusammen dass ich davon bequem einen Laden hätte anmieten können.

 

Da gab es dieses wunderschöne kleine alte Haus in der Lübecker Str. 11 in Bad Schwartau, in dem ein Laden von ca. 80 qm Fläche angeboten wurde. Also fingen wir gleich im Januar 2020 an, zu renovieren. Am 01. Februar 2020 konnte ich dann endlich mein erstes Ladengeschäft eröffnen. Mitten im Winter war natürlich nicht viel los auf der Straße aber einige Leute kannten mich ja schon von den Messen & Veranstaltungen hier im Umkreis. Dann der Albtraum … Covid 19 und ich musste nach 6 Wochen meinen Laden wieder schließen. Es war wie ein Stich ins Herz! Zum Glück hatte ich ja meinen selbst aufgebauten Onlineshop und konnte mich damit über die Wochen retten. Die Einschränkungen danach und der knapp 3-monatige Lockdown von Mitte Dezember 2020 bis Anfang März 2021 waren wiedermal eine riesengroße Herausforderung. Aufgeben kommt für mich aber nicht in Frage !

Wie es mir heute geht ? Im Nachbarhaus Lübecker Str. 13 wurde eine kleinere Räumlichkeit frei und Gerald und ich haben gleich die Chance genutzt. Von August 2021 bis Anfang Juli 2022 präsentierten wir unser Sortiment auf ca. 33 qm Verkaufsfläche in diesem kleinen hübschen Laden. Keine Panik .... der Laden ist zwar zu aber dafür sind wir mal wieder umgezogen und zwar nach Lübeck in die Hüxstr. 117 !

Dieser Schritt war unbedingt notwendig, um unseren Laden und meine Selbständigkeit zu retten. Wer weiß, wie es noch weiter geht .......

 

Komm uns doch einfach mal besuchen ! Wir, Gerald & Simone freuen uns !